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ChordPro-Direktiven: alle Befehle im Überblick

Eine Direktive steht in geschweiften Klammern auf einer eigenen Zeile. Vor dem Doppelpunkt steht ihr Name, dahinter der Wert: {title: Amazing Grace}. Manche Direktiven brauchen keinen Wert, etwa {soc}. Groß- und Kleinschreibung spielen beim Namen keine Rolle.

Diese Seite listet jede Direktive, die GigSpace kennt. Ein Test gleicht sie bei jeder Änderung mit dem Editor der App ab. Was hier steht, versteht die App also wirklich.

Metadaten beschreiben den Song. GigSpace zeigt sie oben im Akkordblatt mit deutscher Beschriftung an. Wer sie beim Spielen nicht braucht, schaltet sie unter Darstellung mit Metadaten anzeigen aus.

DirektiveBeschriftung in GigSpace
{title: …} oder kurz {t: …}Titel
{subtitle: …} oder kurz {st: …}Untertitel
{artist: …}Interpret
{composer: …}Musik
{lyricist: …}Text
{album: …}Album
{year: …}Jahr
{copyright: …}Copyright
{key: G}Tonart
{capo: 2}Capo
{tempo: 80}Tempo
{time: 3/4}Takt
{duration: 3:45}Dauer
{tag: Hochzeit}Schlagwort

Steht {key} mitten im Song, ist das ein Tonartwechsel. GigSpace markiert die Stelle im Akkordblatt mit „ab hier …“. Mehr dazu auf der Seite Transponieren und Kapodaster.

Eigene Angaben schreibst du mit {meta: name wert}, zum Beispiel {meta: arrangement Big Band}. Die bekannten Namen gehen auch so: {meta: artist Traditional} wirkt wie {artist: Traditional}.

Zwei Angaben steuern nur die Sortierung: {sorttitle: Hallelujah Chorus} und {sortartist: Händel, Georg Friedrich}. GigSpace übernimmt sie beim Importieren in die Sortierfelder des Songs. Im Akkordblatt erscheinen sie nicht.

Ein Abschnitt beginnt mit start_of_… und endet mit end_of_…. Hinter dem Doppelpunkt steht die Beschriftung, die über dem Abschnitt erscheint.

AbschnittKurzLang
Strophe{sov} {eov}{start_of_verse} {end_of_verse}
Refrain{soc} {eoc}{start_of_chorus} {end_of_chorus}
Bridge{sob} {eob}{start_of_bridge} {end_of_bridge}
Tabulatur{sot} {eot}{start_of_tab} {end_of_tab}
Introkeine{start_of_intro} {end_of_intro}
Outrokeine{start_of_outro} {end_of_outro}

Ohne Beschriftung heißen die Abschnitte Vers, Chorus, Bridge, Tab, Intro und Outro.

Der Refrain bekommt am linken Rand eine Linie. So findest du ihn beim Spielen schnell. Die Bridge liegt auf einer hellen Fläche. Intro, Outro und Tabulatur stehen in einer Schrift mit fester Zeichenbreite, damit Tabulaturen ihre Spalten behalten.

Eigene Namen sind erlaubt, solange sie aus Kleinbuchstaben, Ziffern und Unterstrichen bestehen und mit einem Buchstaben anfangen. {start_of_solo} und {end_of_solo} ergeben einen Abschnitt mit der Beschriftung „Solo“.

Schreib den Refrain einmal aus. Danach genügt {chorus} an jeder Stelle, an der er wieder kommt. GigSpace setzt dort den zuletzt geschriebenen Refrain noch einmal ein.

Quelltext

{start_of_chorus}
[C]Refrain, einmal ausgeschrieben
{end_of_chorus}
{start_of_verse: Strophe 2}
[G]Zweite Strophe
{end_of_verse}
{chorus}

Ergebnis in GigSpace

CRefrain, einmal ausgeschrieben
GZweite Strophe
CRefrain, einmal ausgeschrieben

Die einfachen Formen {verse}, {bridge}, {intro}, {outro} und {tab} öffnen dagegen einen neuen Abschnitt, genau wie die start_of_…-Form.

Diese Abschnitte enthalten keinen Liedtext mit Akkorden, sondern etwas anderes:

AbschnittWas GigSpace daraus macht
{start_of_grid} ({sog} bis {eog}), auch {start_of_grille}Ein Takt-Raster aus Zellen wie | C . . . | G . . . |. Die Akkorde darin werden mit transponiert.
{start_of_abc}Noten in ABC-Notation. Mehr auf der Seite ABC-Notation im ChordPro-Song.
{start_of_textblock}Text, genau wie er dasteht. Eckige Klammern bleiben sichtbar.
{start_of_strum}Ein Anschlagsmuster, ebenfalls wörtlich.
{start_of_svg}Eine eingebettete SVG-Grafik. Aus Sicherheitsgründen zeigt GigSpace nur einfache Formen und Text, keine Skripte, Links oder nachgeladenen Bilder.
{start_of_ly}LilyPond kann GigSpace nicht setzen. An der Stelle steht ein Hinweis.

Kommentare sind Hinweise an die Band. Sie erscheinen im Akkordblatt, gehören aber nicht zum Liedtext.

DirektiveAussehen
{comment: …} oder kurz {c: …}grau und kursiv
{comment_italic: …} oder kurz {ci: …}kursiv und etwas blasser
{comment_box: …} oder kurz {cb: …}mit Rahmen
{highlight: …}farbig hinterlegt

Mit diesen Direktiven änderst du, wie ein Teil des Songs aussieht. Sie gelten ab der Zeile, in der sie stehen. Der Name setzt sich aus dem Teil und der Eigenschaft zusammen: font für die Schrift, size für die Größe und colour (auch color) für die Farbe.

TeilDirektiven
Liedtext{textfont} {textsize} {textcolour}
Akkorde{chordfont} {chordsize} {chordcolour}
Refrain{chorusfont} {chorussize} {choruscolour}
Beschriftungen{labelfont} {labelsize} {labelcolour}
Tabulatur{tabfont} {tabsize} {tabcolour}
Takt-Raster{gridfont} {gridsize} {gridcolour}
Titel{titlefont} {titlesize} {titlecolour}

Kurzformen gibt es für die häufigsten: {tf} und {ts} für den Liedtext, {cf} und {cs} für die Akkorde.

  • Schrift: serif, sans oder mono. Die Namen times, helvetica und courier gehen auch.
  • Größe: in Punkt, etwa {chordsize: 14}, oder in Prozent, etwa {textsize: 120%}. GigSpace rechnet das in einen Faktor um und bleibt zwischen halber und zweieinhalbfacher Größe. So bleibt das Blatt auf jedem Bildschirm lesbar.
  • Farbe: ein Farbname wie red oder ein Farbcode wie #c00000.

Hängst du an den Namen einer Direktive einen Bindestrich und ein Wort, gilt sie nur, wenn ein Metadatum mit diesem Namen gesetzt ist:

Quelltext

{meta: gesang ja}
{comment-gesang: Zweite Stimme eine Terz drüber}
{comment-gesang!: Instrumental, Melodie spielt die Geige}

Ergebnis in GigSpace

Zweite Stimme eine Terz drüber

Die erste Zeile erscheint, weil gesang gesetzt ist. Das ! kehrt die Bedingung um. Die zweite Zeile erscheint deshalb nur, wenn gesang fehlt oder 0, false, no, none, off oder null ist. Das geht auch mit ganzen Abschnitten: {start_of_verse-gesang}.

GigSpace prüft nur Metadaten im Song selbst. Selektoren für Instrumente oder Personen, die andere Apps anbieten, gibt es hier nicht. Der Editor sagt dir, welche Abschnitte er wegen eines Selektors auslässt.

{new_song} oder kurz {ns} trennt zwei Songs. Beim Importieren wird daraus je ein eigener Song in deinem Songbook.

{transpose: 2} versetzt alle folgenden Akkorde um zwei Halbtöne. Details stehen auf der Seite Transponieren und Kapodaster.

Einige Direktiven sind für gedruckte Liederbücher gedacht. Am Bildschirm haben sie keine Entsprechung. GigSpace liest sie ohne Fehler und überspringt sie. Der Editor zeigt dir unter dem Eingabefeld, welche Zeilen er aus welchem Grund überspringt.

DirektivenGrund
{new_page} {np} {new_physical_page} {npp} {pagetype}Am Bildschirm gibt es keine Seiten.
{columns} {col} {column_break} {colb}Spalten stellst du unter Darstellung ein, passend zum Bildschirm.
{diagrams} {grid} {g} {no_grid} {ng} {define} {chord}GigSpace zeigt keine Griffbilder.
{titles}Den Titel richtet GigSpace selbst aus.
{image}Bilder im Song gibt es nicht.
{footerfont} {footersize} {footercolour} {tocfont} {tocsize} {toccolour} {diagramsfont} {diagramssize} {diagramscolour}Fußzeile, Inhaltsverzeichnis und Griffbilder gibt es am Bildschirm nicht.

Achtung bei {grid}: Die einfache Direktive schaltet in anderen Apps Griffbilder ein und hat mit dem Takt-Raster aus {start_of_grid} nichts zu tun.

Direktiven, die mit x_ beginnen, sind für einzelne Apps reserviert. GigSpace überspringt fremde x_-Direktiven ohne Warnung. Direktiven, die GigSpace gar nicht kennt, erscheinen nicht im Akkordblatt.