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Transponieren und Kapodaster in ChordPro

Ein Song in ChordPro lässt sich in jede Tonart bringen, ohne dass du ihn neu schreibst. Die App rechnet jeden Akkord um. Das geht auf zwei Wegen: im Text selbst oder in GigSpace beim Spielen. Der Text deines Songs bleibt dabei in beiden Fällen, wie er ist.

  • Notiert ist die Tonart, in der der Song geschrieben ist. Sie steht in {key: G}.
  • Angezeigt ist die Tonart der Akkorde, die du nach dem Transponieren liest.
  • Klingend ist die Tonart, die das Publikum hört. Mit Kapodaster klingt ein G-Griff im 2. Bund als A.

Ohne Transponieren und ohne Kapodaster sind alle drei gleich. Sobald eins davon dazukommt, lohnt sich der genaue Blick.

Quelltext

{title: Oh Tannenbaum}
{key: G}

Ergebnis in GigSpace

Oh Tannenbaum

Mit {key} weiß GigSpace, von welcher Tonart es ausgeht. Beim Spielen kann die Kopfzeile die Tonart zeigen, nach dem Transponieren die neue. Schalte dazu unter Darstellung die Tonart ein. Mit Notierte Tonart siehst du beide nebeneinander, zum Beispiel „klingt A“ und „notiert G“.

Steht {key} mitten im Song, beginnt dort eine neue Tonart. GigSpace markiert die Stelle mit „ab hier …“ im Akkordblatt. Die Akkorde selbst verschiebt {key} nicht. Dafür gibt es {transpose}.

{transpose: 2} versetzt alle folgenden Akkorde um zwei Halbtöne nach oben. {transpose: -3} versetzt sie um drei nach unten. Das eignet sich für eine Rückung, also den letzten Refrain einen Halbton höher:

Quelltext

{start_of_chorus}
[G]O Tannenbaum, o [D]Tannen[G]baum
{end_of_chorus}
{comment: Letzter Refrain einen Halbton höher}
{transpose: 1}
{chorus}

Ergebnis in GigSpace

GO Tannenbaum, o DTannenGbaum
Letzter Refrain einen Halbton höher
AbO Tannenbaum, o EbTannenAbbaum

Das wiederholte {chorus} erscheint jetzt einen Halbton höher, also in As-Dur.

Drei Regeln solltest du kennen:

  • Die Angaben addieren sich. Nach {transpose: 2} und {transpose: 3} liegt alles Folgende fünf Halbtöne höher.
  • {transpose} ohne Zahl nimmt die letzte Angabe zurück. So endet eine Rückung wieder.
  • Die Schreibweise wählt die App. Der Standard erlaubt {transpose: 2s} für Kreuze und {transpose: 2f} für B-Vorzeichen. GigSpace versteht beides und versetzt um zwei Halbtöne. Ob F# oder Gb erscheint, entscheidet aber die Einstellung für die Vorzeichen, siehe unten.

Einen unlesbaren Wert wie {transpose: zwei} überspringt GigSpace ohne Meldung.

Meist willst du den Text gar nicht ändern. Die Sängerin braucht heute einen Ton tiefer, das ist alles. Dafür öffnest du beim Spielen das Werkzeug:

  • Tiefer transponieren und Höher transponieren verschieben alle Akkorde um einen Halbton. Die Anzeige sagt dir, wo du stehst, zum Beispiel „Nur jetzt: -2“. Bei null steht dort „Original“.
  • Diese Änderung gilt nur für jetzt. Der Song und die Version bleiben unverändert.
  • Soll es dauerhaft so bleiben, tippst du auf In dieser Version speichern. Den Knopf siehst du, wenn du die Version bearbeiten darfst. Danach spielt jeder, der diese Version öffnet, in der neuen Tonart.

In der Version selbst gibt es dafür das Feld Transponieren. Dort trägst du die Halbtöne als Zahl ein, zum Beispiel -2.

Nach dem Transponieren kann derselbe Akkord zwei Namen haben: F# oder Gb. In der Version stellst du unter Enharmonisch ein, was gilt:

  • Wie notiert: Ohne Transponieren bleibt es bei der Schreibweise im Text. Mit Transponieren folgen die Vorzeichen der neuen Tonart. Von G nach As wird aus D also Eb und nicht D#.
  • # (sharp) schreibt immer Kreuze, b (flat) immer B-Vorzeichen.

Beim Spielen wechselst du mit Vorzeichen umschalten (b/#) im Werkzeug für den Moment.

{capo: 2} im Text ist eine Information für die Band. GigSpace zeigt sie oben im Akkordblatt unter der Beschriftung „Capo“ an. Umgerechnet wird damit nichts.

Rechnen soll GigSpace mit dem Feld Am Instrument in der Version. Dort steht, um wie viele Halbtöne dein Instrument höher klingt, als du greifst:

  • Kapodaster im 2. Bund: 2.
  • Ein Keyboard mit Transpose auf -2: -2.

Die Akkorde im Blatt bleiben dabei die Griffe, die du spielst. GigSpace zählt den Wert aber zur klingenden Tonart hinzu. Beim Spielen steht in der Kopfzeile dann „Capo +2“ oder „Instrument -2“. So sieht die ganze Band, in welcher Tonart der Song wirklich klingt, auch wenn die Gitarre mit Kapodaster spielt und das Keyboard nicht.

Stellst du unter Darstellung die Akkordnamen auf Deutsch, zeigt GigSpace auch transponierte Akkorde mit H. Aus [A] wird nach zwei Halbtönen H und nicht B. Gespeichert bleibt der Song international. Mehr dazu auf der Seite Grundlagen.